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Jaqueline Symalla

Die Furchtlose

Am 8. Dezember 1985 geboren, ist Jaqueline Symalla die typische Schütze-Frau: frei im Geist, wagemutig und äußerst kommunikativ. Obwohl sie einen Großteil ihrer Kindheit im ländlichen Rheinhessen verbrachte, fühlt sich die 35-Jährige keinesfalls als Landei, ganz im Gegenteil: „Ich brauche jede Menge Leben um mich herum, um mich wohl zu fühlen,“ erzählt sie. Weshalb die Innenarchitektin nun mitten in Mainz wohnt und das sehr genießt. Ursprünglich wollte Jaqueline Tonmeisterin werden, begann jedoch stattdessen ein Architekturstudium und sattelte schließlich auf Innenarchitektur um. Eine Entscheidung, die sie nie bereut hat. Ihrer Begeisterung für den Tarantino-Film „Kill Bill“ ist es geschuldet, dass Jaqueline während des Studiums für ein Jahr an die University of Arts in Kyoto wechselte. Vor allem zwei Erfahrungen in dieser Zeit prägten die junge Austauschstudentin: zum einen, mit wie wenig Platz man auskommen kann (ihr Zimmer einschließlich „Küche“ und „Bad“ maß ganze neun Quadratmeter), zum anderen, dass man manches im Leben ausprobieren („einfach mal machen“) muss – ohne Angst vorm Scheitern oder vor einer Blamage. Seitdem hat Jaqueline bei ihren Freunden auch den Beinamen „die Furchtlose“.

Dem Bachelorabschluss in Mainz folgte ein Masterstudium in Wiesbaden, während dessen Jaqueline

als studentische Hilfskraft bei Planwerk Architekten (Mainz Layenhof) praktische Erfahrungen sammelte.

Den Master in der Tasche, startete sie durch und arbeitete fünf Jahre lang bei Expo-Technik (heute: ET Global Exhibit Group) in Taunusstein, einem international agierenden Full-Service-Anbieter für Messe- und Ausstellungsbau. Jaqueline konzipierte und baute sehr erfolgreich Messestände beispielsweise für Auto- und Technologiefirmen und gewann für einen Messestand der Firma Fissler sogar den German Design Award. Ihre Arbeit empfand Jaqueline als „cool und wahnsinnig kreativ“, aber auch als stressig und äußerst schnelllebig, da „alles nur für die Dauer einer Messe halten musste“.

Bereits früher hatte es sich die Innenarchitektin reizvoll vorgestellt, Einrichtungen für Hotels zu entwerfen – „etwas, was funktional und nachhaltig sein, aber auch ein besonderes Ambiente haben muss, in dem sich viele Menschen wohlfühlen.“ Sie suchte, wer dafür als Arbeitgeber in Frage kommen könnte und bewarb sich initiativ bei Lemmer Concepte. Eine Bewerbung, die ihr viel Geduld und Beharrlichkeit abverlangte, da das Vorstellungsgespräch – zu Zeiten des ersten Corona-Lockdowns – dreimal verschoben wurde. Doch schließlich klappte es, mit dem Vorstellungsgespräch wie auch mit der Anstellung.

Seit dem 16. Juni 2020 arbeitet Jaqueline nun für die Lemmer Concepte GmbH und wurde sofort an der Seite von Beate Lemmer in die Betreuung mehrerer Kölner Projekte integriert. Ein Sprung ins kalte Wasser, denn: „Ich musste ganz schnell ganz viel lernen, mich vor allem erst einmal mit der Archicad Architekten Software vertraut machen.“ Der neue Aufgabenbereich macht Jaqueline riesigen Spaß: „Ich lerne endlich das komplette Handwerkszeug der Innenarchitektur anzuwenden. Und ein Projekt vom Kick-off-Meeting bis zur Schlüsselübergabe zu betreuen, ist genau das, was ich mir gewünscht habe.“

Sie fühlt sich bei Lemmer Concepte wohl, angekommen und dazugehörig. Ihr Freund, mit dem die Innenarchitektin seit zehn Jahren zusammenlebt, hat volles Verständnis für ihren beruflichen Einsatz, der auch einmal deutlich über die üblichen Bürozeit hinausgeht – er arbeitet selbstständig und ist von daher bestens damit vertraut.

Auch in ihrer Freizeit beschäftigt sich Jaqueline gerne mit dem Thema Einrichten, liest Fachzeitschriften, durchstöbert Läden und tauscht sich über Pinterest mit anderen aus. Body Combat und Rückentraining im Fitnessstudio müssen als physischer Ausgleich gelegentlich sein, aber ihre mentale Balance zelebriert Jaqueline am liebsten am Abend auf ihrem Balkon – „ein Schörlchen und ein Zigarettchen zum Feierabend, und schon bin ich entspannt.“